Lyrik und Texte

Neben meiner Tätigkeit als Komponistin, Organistin und nebenamtlicher Kirchenmusikerin schreibe ich kreativ. Einige dieser Texte habe ich bereits selbst auch schon vertont. Hier eine kleine Auswahl:

Zwischen all den Schmerzen
Dieser Welt
Einer grausamen Welt
Ist einer
Er spinnt Fäden aus Liebe
Webt aus feiner Seide
Frieden über diese
Grausame Welt

Zwischen all den Tränen
Dieser Welt
Einer traurigen Welt
Ist einer
Er zündet Lichter an
Beleuchtet mit sanftem Licht
All die verborgene Schönheit
Dieser traurigen Welt

Zwischen all den Seelen
Dieser Welt
Einer weiten, weiten Welt
Ist einer
Er knüpft Bänder aus Begegnung
Flechtet aus Banden der Seelen
Ruhe über diese
Weite, weite Welt
(24. Januar 2022)
©Helene Streck

Wenn das Laub gefallen ist
Gehe ich
Rechts der Straße
Um all die schönen Farben
Nicht zu treten
Wenn die letzten Vögel fliegen
Gehe ich
Den Blick nach oben gewandt
Schaue ihnen nach
Sehne mich nach Ferne
Und kann noch nicht gehen
Wenn das Laub gefallen ist
Fallen Seelen
Dem Himmel entgegen
In unendliche Weiten
Verschwinden Gedanken nach Sommer
(12. November 2021)
©Helene Streck

Wo es dunkel wird…Schweigen
Nichts tritt hervor
Nichts vergeht
Warum?
Wo es düster wird…Stille
Keiner geht
Keiner kommt
Woher?
Wo es stumpf wird…Vergebung
Nichts lebt
Nichts stirbt
Wohin auch….

In Stille gehüllt
Schweigen wir zu zweit
An einem Abend ein paar Sekunden lang
Verstehen Worte ungesprochen
Aus Seelen sprechen Lieder
Aus unseren Mündern treten Wolken der
Wärme
(9. September 2021)
©Helene Streck

Wenn Tropfen fallen
Gelegentlich auf dein Gesicht
Ist es Nacht, ist es still,
Ist es einsam sind nur wir

Wenn meine Finger tasten
Gelegentlich nach deinem Gesicht
Ist es Nacht, ist es still,
Ist es einsam, sind nur wir

Wenn Sterne funkeln
In deinen Augen
Ist es Nacht, ist es still,
Ist es einsam, sind nur wir
(21. Mai 2021)
©Helene Streck

Fliegen
Weit weit fliegen
Hinaus
Bis über das Ende der Welt
Fliegen
Weit weit fliegen
Hinaus bis über das Ende meiner Welt

Denn dort
Dort ist Zeit
Dort ist ewig Zeit
Dort ist Ewigkeit
Nach dem Ende der Welt
(27./28. November 2021)
©Helene Streck

Drei Nocturnes

I.
Als hätte einer die Wolken hingehängt
Schwerelos am Himmel
Wieso sie nicht fallen?
Gott hält sie fest

II.
So ein blasses Rosa habe ich noch nie gesehen
Du musst genau hinschauen
Um es zu sehen
So sanft beginnt es über den Gipfeln
So sanft über den dunklen Lochs
Darüber schweben Wolken
Verborgen dahinter
Das Ewige

III.
Schwebt über dem Wasser die Dämmerung
Schwebt in meiner Seele die Trauer
Verging die Sonne am Horizont
Verging mir mein Herz vor Wehmut
(21. März 2022)
©Helene Streck